Voller Vorfreude und Erwartungen an unsere Reise sorgten wir für eine optimale Ausstattung unseres Campingwagens. Obwohl wir eigentlich nach einer Liste eingekauft haben, bin ich mir fast sicher, die eine oder andere Kleinigkeit vergessen zu haben.
Tag 1 – 02.06.2023
Gegen 9 Uhr nahmen wir das Wohnmobil bei Road-Fans entgegen und verstauten unsere Ausrüstung.
Der Camper ist traumhaft und ganz neu. Als wir ihn mit unserem Kram beluden, entdeckten wir eine Menge Komfort.
Nun gings schnell zur Tankstelle und auf die Autobahn in Richtung Hirtshals.
Meist war es ein gutes Durchkommen, nur bei Hamburg war eine Umleitung und in Dänemark gab es etwas Stau. Dadurch verloren wir einiges an Zeit und so verpassten wir die Fähre nur knapp. Also verbrachten wir unsere erste Nacht auf einem Campingplatz in Hirtshals. Hier haben wir auch gleich noch einen Strandspaziergang gemacht.



Jetzt ist es 0:20 und nun muss schnell geschlafen werden, denn wir wollten gleich früh am Morgen die erste Fähre nach Kristiansand in Norwegen erwischen.
Tag 2 – 03.06.2023
Wir waren pünktlich zum Check In bei Fjordline der Fähre um 7:30 an einem wunderschönen Samstagmorgen.


Kristiansand ist zweifellos eine schöne Stadt. Doch da wir noch einen langen Weg vor uns hatten, ließen wir Kristiansand schnell hinter uns. Um gleich Bekanntschaft mit den Fjorden zu machen, fuhren wir die Landstraße 456 abseits der E39 entlang der Fjorde bis Mandal. Auf dem Weg dahin besuchten wir 2 Rastplätze, einen für malerische Aufnahmen und beim anderen startete Bartosz seine Drohne.

Auf der restlichen Fahrt nach Mandal nahmen wir bei einem netten Campingplatz Frischwasser auf.
Mandal ist eine wunderschöne Küstenstadt im südlichsten Teil Norwegens.

Während unseres Stadtbummels gaben wir uns einen kleinen Snack – einen Döner nach norwegischer Art, wer es glaubt. Na ja, etwas Einheimisches fanden wir auf die Schnelle nicht und eigentlich wollten wir auch weiter. Wir entschieden uns dann doch für die E39, um zügig Richtung Stavanger zu kommen.

Als wir eine Zeit lang unterwegs waren, entschieden wir jedoch, einen Rastplatz zu suchen, da wir vorherige Nacht nicht gut schliefen. So nahmen wir die erste Gelegenheit war und bogen in die Landstraße 43 ab. Nach einer viertel stündigen Fahrt sollten Tunnel durchfahren werden, doch ein Hinweis lud zum Umfahren der Tunnel ein und das nutzten wir. So haben wir die beste Übernachtungsstelle direkt an einem See, den Lyngdalsfjorden bei Lyngdal, gefunden.

https://maps.app.goo.gl/c3riYfFb14Gnz7GJA
Tag 3 – 04.06.2023
So gegen 7:30 Uhr wachte ich in einer der schönsten Gegenden Norwegens auf und während Bartosz noch etwas schlummerte, ging ich spazieren. Um 9 Uhr haben wir uns dann doch auf den Weg gemacht, obwohl wir eigentlich länger schlafen wollten. Auf dem Weg nach Stavanger füllten wir unseren Wasservorrat bei einem schönen Campingplatz auf. Nach einigen Minuten Fahrt hielten wir dann an einer Tankstelle für Kaffee und Hotdogs. Die Straße in Richtung E39 führte uns dann zu einer sehr schönen Möglichkeit zum Campen.

Nach einer Aktion mit der Drohne fuhren wir entlang schöner Bergseen und Fjorde die Landstraße 43 zur E39, wo wir in Richtung Stavanger fuhren.
Auf dem Navi erkannten wir, dass man Stavanger auch über eine alternative Route erreichen kann. So kamen wir zudem näher an die Küste heran. Diese Route folgten wir eine Weile und 25 km vor Stavanger ging es dann wieder über die E39. Merkwürdigerweise unterfuhren wir dann unbeabsichtigt den Ort Stavanger durch einen Tunnel und landeten schließlich auf unserem Nachtplatz. Eigentlich war es ein Warteplatz, weil hier auch Inlandsfähren an- und ablegten. Hier gab es dennoch eine gute Ausstattung für Camper. Eine Toilette befand sich in einer Bushaltestelle.

Tag 4 – 05.06.2023
Um 10 Uhr wachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf und zauberten uns einen Kaffee mit unserer Filter Konstruktion.
Danach entleerten wir das Wohnmobil von unseren Hinterlassenschaften und füllten auch gleich den Wasservorrat auf. Ab gings schnell zur Fähre für die nächste Überfahrt Richtung Bergen auf der E39. Hier ist die gesamte Küstenregion etwas ländlicher und die Berge sind nur in weiter Ferne zu sehen. Gegen Abend suchten wir ein nettes Plätzchen und wechselten von der E39 auf die 552, um bessere Gegenden zu erkunden. Übernachtet haben wir dann in Osøyro auf einem nahegelegenen Parkplatz, der als Campingplatz ausgelegt war. Direkt am Bjørnafjorden in Hamnevegen 74, 5200 Os, Norwegen.


Abends besprachen wir dann, ob wir überhaupt noch nach Bergen reinfahren wollen, weil es zeitlich ziemlich eng würde. Doch am nächsten Morgen stellten wir fest, dass wir eigentlich genug Zeit haben, um durch Bergen zu fahren und uns ein bisschen umzuschauen.
Tag 5 – 06.06.2023
Wir machten uns ziemlich früh auf den Weg. Unsere Hauptroute über die 583 verlief natürlich erstmal durch die Stadt Bergen, die wir beim Durchfahren betrachteten. Wir fuhren danach weiter, bis wir die E16 erreichten.


Nun weiter über Arna und Trengereiddal durch unzählige Tunnel bis in die bergige Region. Wir fuhren kurz die E7 entlang, bis wir bemerkten, dass wir in die falsche Richtung fuhren. Also kehrten wir um, bis zur großen Brücke und nahmen dann die E12. Hier sahen wir wunderschöne Wasserfälle, die wir mit allem filmten, was wir hatten. Der Låtefossen Wasserfall an der E12 war einer der beeindruckendsten auf unserer Reise, kurz vor dem Örtchen Skare. Danach ging es immer höher und höher bis wir wieder die Baumgrenze erreichten. Zwischen 2 aufeinander folgenden Tunneln, wo bereits der Schnee lag hielten wir, um mit dem Schnee Bälle zu werfen. Etwas weiter entdeckten wir auch einen tollen Rastplatz zum Übernachten, mitten in der Schneezone am See unter blauem Himmel. Eigentlich ist diese Gegend bekannt für guten Skiurlaub. Es gibt auch viele kleine Hütten, die wirklich nur aus Holz mit bewachsenen Dächern gebaut wurden. Gegen halb eins gingen wir dann in unsere Kojen. Es wird hier im Sommer schon nicht mehr richtig dunkel, aber wir waren sehr müde und es störte uns nicht.
Tag 6 – 07.06.2023
Rückweg aus den Bergen, wo wir oben im Schnee übernachteten. Seit halb zehn fuhren wir unsere Route über die E134 und bei Haukeli zur Straße 9 in Richtung Kristiansand. Ungefähr noch 180. km wurden angezeigt. Bartosz war zuversichtlich, dass das zu schaffen sei. Doch gleich zu Beginn der Etappe fiel uns ein störender Duft wie auf dem Lande in den Bauernhöfen auf. Der Mist kam aus unserer Campingtoilette. Energisch suchten wir nach einer Stelle zu Ablassen, wobei die erste sich als Reinfall erwies. Da tranken wir dann nur Kaffee. Erst einmal fuhren wir weiter, entlang am wunderschönen Langeidvatn und Hartevatnet. Eine kleine Drohnenpause legten wir am Sarvsfossen Dam, ein kleines Wasserkraftwerk ein. Weiter durch die schöne Natur Norwegens, Byklestigen, dem See Trydalstjønni und den Seen des Otra. Erst in Valle nahmen wir die Möglichkeit bei einem Campingplatz in Anspruch. Alles raus und Frischwasser eingefüllt. Nun nahmen wir Fahrt auf, vorbei am schönen Wasserfall „Reiårsfossen“ bei dem Örtchen Ose, gönnten uns dann noch 3 kleine Pausen mit Drohnenflüge entlang des Åraksfjorden und Byglandsfjorden, fuhren dann über Evje, ein wunderschönes Dorf, wo ich früher schon einmal mit meinen Eltern war, bis zu einem Parkplatz mit Tankstelle „Uno-X Stemmen am kleinen See Lona“, 16 Kilometer vor Kristiansand. Hier übernachteten wir an einem See auf einem Rastplatz. 
Tag 7 – 08.06.2023
Unser letzter Tag in Norwegen begann um 10 Uhr, wir haben sehr gut geschlafen.
Um 14 Uhr mussten wir an der Fähre in Kristiansand sein, so war noch etwas Zeit für einen Stadtbummel.

In der Shoppingmeile haben wir uns bei EGON eine Pizza gegeben, die wir dann im Wohnmobil während der Wartezeit auf die Fähre aßen.

Um 15 Uhr legte die Fähre in Richtung Hirshals ab. Das war’s aus Norwegen.
Etwas traurig verabschiedeten wir uns in Gedanken an Norwegen, doch wir waren auch voller Freude, unsere Frauen wieder in die Arme zu nehmen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, 3 Fährstunden, setzten wir unsere Heimfahrt in Dänemark fort. Wir haben uns überlegt, ob wir lieber direkt bis Berlin fahren, ohne noch einmal zu übernachten.
Noch bevor wir die Fähre verließen, gaben wir im Navi als Reiseziel Berlin ein und folgten der Route. Nach einigen Kilometern fanden wir eine Tankstelle mit allen Möglichkeiten der Entsorgung. Nun war der Tank voll und das Wohnmobil wieder sauber. Jetzt hält uns nichts mehr auf. Gegen Abend erreichten wir dann Deutschland, nachdem wir Dänemark quasi durchflogen.